Die Jugend ist am Wort: Jugendumfrage kommt

Im September können Jugendliche im Zuge einer groß angelegten Jugendumfrage ihre Meinung äußern.

Eine große Jugendumfrage im Rahmen einer Sozialraumanalyse plant der Purkersdorfer Familien- und Jugendausschuss für die kommenden Monate. Da vor allem die Jugendlichen unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie gelitten haben, sollen die Prioritäten der Jugendarbeit an den Bedürfnissen, den Wünschen und den Sorgen der Jugendlichen neu ausgerichtet werden.

„Die Jugend ist am Wort und die Politik wird aufmerksam zuhören. Gemeinsam mit dem Verein ‚Social Identity Research‘ werden wir auf alle Jugendlichen im Alter von 10 bis 21 Jahren zugehen und sie um ihre Meinung zu Purkersdorf fragen. Wir wollen wissen, was fehlt, was verbesserungswürdig ist und welche Angebote gut angenommen werden. Es freut mich, dass hinter diesem Projekt alle im Gemeinderat vertretenen Parteien stehen“, erklärt Jugendstadtrat Albrecht Oppitz (ÖVP) als Vorsitzender des Familien- und Jugendausschusses das Projekt.

Stattfinden wird die Umfrage online. „Wir werden einen Brief mit einem individuellen Link beziehungsweise QR-Code an alle Teilnehmer aussenden. Jeder kann nur einmal teilnehmen. Ziel ist die Erhebung des Freizeitverhaltens und der Bedarfsanalyse der jungen Menschen in Purkersdorf“, schildert Oppitz die Vorgehensweise.

Ziel der Umfrage ist es, „dem Gemeinderat ein auf den Ergebnissen der Analyse basierendes ‚Leitbild Jugendarbeit‘ zur Beschlussfassung vorzulegen und die mit den Jugendlichen erarbeiteten Ziele und Projekte abzuarbeiten. Auch auf die Budgetplanung der nächsten Jahre werden die Ergebnisse großen Einfluss haben“, erzählt Oppitz und hofft auf rege Teilnahme an der Umfrage.

Gemeinderat Dieter Pawlek von der SPÖ ergänzt: „Parallel zu der Sozialraumanalyse werden wir die Idee von Niki Kaspirek, einer Online-Plattform auf der alle Angebote der Region für Jugendliche gesammelt werden, ins Leben rufen. Die Jugendlichen sollen in Workshops selbst die Richtung vorgeben, um ihre Bedürfnisse bestmöglich abzudecken.“

„Es tut sich etwas bei der Jugendarbeit, man spürt eine Aufbruchstimmung. Besonderes Augenmerk werden wir darauf legen, dass auf dem Weg in die Zukunft die Jugendlichen mitgenommen und eingebunden werden“, freut sich Gemeinderätin Susi Klinser von den Grünen.

Bildungsstadtrat Gerald Pistracher von den Neos zum geplanten Vorhaben: „Als Grundlage für die Neuausrichtung der Jugendarbeit ist eine professionelle Sozialraumanalyse genau das richtige Instrument. Mir war es wichtig, dass diese Erhebung von einer unabhängigen, externen Institution geleitet und ausgewertet wird, damit das Ergebnis von Haus aus außer Streit gestellt wird.“

„Anfangs war ich skeptisch, aber die Argumente haben mich überzeugt. Die Jugend ist mir ein Herzensanliegen, denn sie ist unsere Zukunft“, so Gemeinderat Alfred Tauber von der FPÖ abschließend.