Beiträge

NÖAAB-Liehr: „Der Viertelstundentakt kommt nach Purkersdorf“

Purkersdorfer ÖAAB informiert Pendlerinnen und Pendler bei seiner jährlichen Pendleraktion über den 15-Minuten-Takt bis Purkersdorf-Zentrum ab Dezember 2012

Am Mittwoch, den 16. November, fand der niederösterreichische Arbeitnehmertag statt. Der ÖAAB Purkersdorf verteilt an diesem Tag traditionell Frühstückskipferl an die Pendlerinnen und Pendler. „Dieses Jahr konnten wir vor allem eine erfreuliche Nachricht mit auf den Weg in die Arbeit geben“, erklärt ÖAAB-Obmann GR Florian Liehr: „Der NÖ-Verkehrslandesrat Karl Wilfing hat bereits im Juli angekündigt, dass der Viertelstundentakt mit Dezember 2012 in Purkersdorf Halt machen wird. Das wird eine massive Verbesserung für die Purkersdorferinnen und Purkersdorfer bringen.

 Fahrplanwechsel bringt 15-Minuten-Takt

“Mit Fahrplanwechsel 2012/2013 wird zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends ein Viertelstundentakt bis Tullnerbach-Pressbaum gefahren werden sowie ein Halbstundentakt bis Rekawinkel. Ermöglicht wird das „einerseits durch neue Kapazitäten, die sich durch die neue Westbahnstrecke ergeben und andererseits dadurch, dass Niederösterreich deutlich mehr Geld in die Hand nimmt“, informiert Liehr die Pendler. Künftig zahle das Land NÖ rund 28 Millionen Euro jährlich, um niederösterreichische Verbindungen der ÖBB sicherzustellen.

 Park&Ride-Anlage ausbauen

„Wir haben lange dafür gekämpft! Schlussendlich haben sich unsere Anstrengungen gelohnt. Gemeinsam mit Gablitz und Tullnerbach sowie Pressbaum haben wir den Viertelstundentakt erreicht. Ich bin mir sicher, dass wir nun auch eine Förderung für die längst überfällige Ausweitung der Park&Ride-Anlage erwirken können“, so Liehr.

90% der Pendler haben kein Verständnis für ÖBB-Einsparungen

StR Albrecht Oppitz, GR Johann Pauxberger, Verkehrssprecher Florian Liehr und StR Elisabeth Mayer sammelten unzählige Unterschriften für die Anliegen der Pendler.

Binnen zwei Tagen konnte die Volkspartei Purkersdorf bei einer groß angelegten Unterschriftenaktion mehr als 500 (!) Unterstützerinnen und Unterstützer gegen die Einsparungen der Österreichischen Bundesbahnen AG (ÖBB) gewinnen. Die geplanten Fahrplanänderungen stoßen bei den Pendlern auf großen Unmut.

„Es kann nicht sein, dass man den laufenden Verspätungen der Züge damit entgegnet, indem man Züge komplett entfallen lässt“, fasst Jugendstadtrat Albrecht Oppitz die Wortmeldungen der Pendler zusammen.

Und weiter: „Man sollte an einer intelligenten Fahrplan-Lösung arbeiten aber nicht auf Kosten der hart arbeitenden Menschen wichtige Züge streichen.“

 Akzeptable Lösung erarbeiten

Familienstadträtin Elisabeth Mayer betont: „Die große Anzahl an Unterschriften ermutigt uns, mit aller Kraft für eine akzeptable Lösung für Alle zu arbeiten. Als nächsten Schritt werden wir mit den anderen Parteien um eine gemeinsame Linie verhandeln, denn bei diesem für Purkersdorf so wichtigen Thema sollten alle Fraktionen an einem Strang ziehen.“

 Mit Unterschriften Druck auf Verantwortliche ausüben

Die gesammelten Unterschriften werden nach Abschluss der Aktion an ÖBB und die zuständige SP-Verkehrsministerin überreicht. Dazu VP-Obfrau-Stellvertreter Florian Liehr: „Die Unterstützung für unsere Aktion ist überwältigend und ich hoffe, dass sowohl die ÖBB als auch die SP-Verkehrsministerin nicht einfach darüber hinweggehen. Wir werden jedenfalls Druck ausüben, um das Beste für die Pendlerinnen und Pendler herauszuholen.“

 Auch online Unterschrift möglich

Auch über die Website der Volkspartei sind bereits rund 100 Unterstützungserklärungen eingegangen. Noch die ganze kommende Woche kann man unter www.vp-purkersdorf.at online unterschreiben und dieser Aktion noch mehr Gewicht verleihen.

Liehr: „Keine ÖBB-Einsparungen am Rücken der Pendler!“

Einsparungen zu Lasten der Pendler? | Foto: ÖBB, CI & M / Harald Eisenberger

„Momentan sieht es danach aus, dass die Veränderungen des ÖBB-Fahrplans, der ab 14. Dezember 2009 gelten soll, ein Anschlag auf die vielen Pendlerinnen und Pendler ist. Auch Purkersdorf wäre von diesen Änderungen stark betroffen“, warnt VP-Obfrau-Stellvertreter und Sprecher der Initiative Besser-Untwegs im Wienerwald Florian Liehr.

Grundsätzlich verstehe er, wenn die ÖBB Einsparungen vornehmen müssen, jedoch „dürfen Einsparungen niemals auf dem Rücken der zahlenden, hart arbeitenden Bevölkerung ausgetragen werden. Immerhin subventionieren die Steuerzahler die ÖBB durch Milliardenzahlungen aus dem Budget – zusätzlich zu den ohnehin überteuerten Fahrkarten“, so Liehr.

 Massive Verschlechterungen beim Fahrplan

Nach ersten Berichten könnten mehr als 27 Züge auf der Westbahn betroffen sein, die einfach gestrichen werden. Als Ausgleich sollen ein paar Regionalzüge zusätzlich halten, deren Fahrtzeit sich dadurch wiederum erhöhen würde.

 

„Die Pendlerinnen und Pendler als treueste Kunden der ÖBB für Einsparungen heranzuziehen und gleichzeitig abzustrafen – das kann es nicht sein! Ich habe daher auch gleich mit der Landesregierung Kontakt aufgenommen, die diese Vorgehensweise der ÖBB ebenfalls nicht untersützt“, gibt sich Liehr kämpferisch.

 ÖBB soll zuerst in der Verwaltungsparen

Bereits jetzt investiert Niederösterreich fast 60 Millionen Euro jährlich in den Öffentlichen Verkehr und stützt damit wichtige Zugverbindungen oder beispielsweise den Nachtautobus. „Das Land NÖ wird mit den ÖBB verhandeln und Maßnahmen einfordern. Klar ist jedenfalls: die ÖBB soll zuerst in der Verwaltung an ihrer überbordenden Bürokratie sparen und nicht immer gleich die Kunden doppelt zur Kasse zerren“, betont Liehr abschließend.