„Will starke Stimme der Region sein“

Andi Kirnberger verrät im Interview, wie er Arbeitsplätze schaffen will und den Öffentlichen Verkehr ausbauen möchte.

Echo: Es war für alle im Bezirk überraschend – du trittst zur Landtagswahl 2018 an. Warum?

Andi: Ich wurde gefragt, ob ich für die Region Purkersdorf antreten möchte. Da habe ich dann nicht lange überlegt, weil es mir wichtig ist, etwas für die Region weiter zu bringen. Herausforderungen haben wir hier genug: Arbeitsplätze schaffen, die öffentliche Anbindung weiter verbessern und die Lebensqualität sichern. Da haben wir
genug zu tun und ich will die starke Stimme für die Anliegen der Purkersdorferinnen und Purkersdorfer im Landtag sein.

Was hat deine Familie dazu gesagt? So ein Wahlkampf ist ja auch zeitintensiv…

Das stimmt. Aber sowohl meine beiden Kinder und auch meine Frau waren mit meiner Kandidatur einverstanden. Ohne familiäre Unterstützung wäre dieser Zeitaufwand auch nicht zu schaffen.

Du hast Mobilität zu einem deiner Kernthemen erklärt. Was ist dir da wichtig?

Purkersdorf ist, was die öffentliche Anbindung, schon recht gut aufgestellt. Wir liegen direkt an der Stadtgrenze zu Wien und der Westbahnstrecke. Das Land Niederösterreich hat den BahnTakt bereits deutlich ausgebaut. Aber ich will auch ausserhalb der Kernzeiten eine weitere Taktverdichtung erreichen. Und ich möchte, dass die Bahn auch am Abend bis in die Nacht hinein deutlich öfters fährt, denn die Arbeitswelten haben sich verändert. Heute sind viele länger im Büro und fahren später nach Hause. Daher: mehr Züge nach Purkersdorf – auch am Abend. Und was hat es mit der Diskussion mit der U-Bahn auf sich? Ist das wirklich realistisch?

Die U-Bahn nach Purkersdorf wurde schon oft angesprochen. Aber Faktum ist auch: die Region wächst weiter. Ich halte es daher für sehr klug, dass unsere Landeshauptfrau beauftragt hat, dass die Verlängerung der U-Bahn untersucht wird. Es bleibt ja offen, ob das kommen wird, aber es ist gut, dass ordentlich geprüft wird – und zwar auch im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum – ob das in Zukunft sinnvoll ist für die Region.

Thema Wirtschaft und Arbeit. Was sind da deine Anliegen?

Die vielen lokalen Klein- und Mittelbetriebe sichern die Arbeitsplätze in der Region. Für mich gilt aber: wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Das machen manche Gemeinden sehr gut – in Purkersdorf haben wir da aber beispielsweise Nachholbedarf. Purkersdorf ist zu sehr Wien-orientiert. Ich würde begrüßen, wenn wir durch gezielte Wirtschaftsförderungen mehr Betriebe nach Purkersdorf holen.

In deinem Programm findet sich auch leistbares Wohnen als wichtige Zukunftsfrage.

Ja, weil die Purkersdorfer Grundstückspreise einfach immer stärker anziehen. Wenn junge Menschen hier keinen Bauplatz oder Wohnung mehr finden, dann werden sie abwandern. Während in anderen Gemeinden wie Gablitz und Pressbaum gemeinsam mit dem Land Niederösterreich gemeinnützige Wohnungen gebaut werden, setzt Purkersdorf immer mehr auf frei finanzierte Wohnungen. Die können sich junge Menschen aber nicht mehr leisten. Mein Ziel ist daher, die Wohnangebote des Landes auch nach Purkersdorf zu holen. Und daher bitte ich um die Unterstützung der Purkersdorferinnen und Purkersdorfer. Jede Stimme für mich stärkt die Anliegen der Region Purkersdorf im Landtag.

Zur Person

Andi Kirnberger hat als Werbefachmann 2004 einen eigenen Betrieb gegründet. Er wurde am 1. März 1976 geboren, ist in Purkersdorf aufgewachsen und hier geblieben. Kirnberger ist verheiratet und Vater von zwei Kindern (14 Jahre alt und 10 Jahre alt).
Sein politischer Werdegang beginnt als Bezirksobmann-Stellvertreter der jungen Wirtschaft (2011 – 2016). 2015 wird er zum Purkersdorfer ÖVP Obmann gewählt. Ebenfalls 2015 zieht er für die ÖVP als Vorsitzender des Prüfungsausschusses in den Gemeinderat ein.
Seit seiner Kindheit spielt der ehemalige Landesliga und Sen. Staastligaspieler Tennis in Purkersdorf. Weiters zählen Laufen und Mountainbiken zu seinen Hobbies.