Bombenstimmung bei VPNÖ-Wahlkampfauftakt: „Anpfiff“

Auftakt Landtagswahl 2008

LH Pröll: Was wir brauchen ist Arbeit und nicht Streit. „Das ist Teamgeist, das ist die Volkspartei Niederösterreich“, empfing VP-Landesgeschäftsführer Mag. Gerhard Karner die mehr als 4.000 Funktionäre und Freunde der Volkspartei Niederösterreich beim Wahlkampfauftakt in Wiener Neustadt. In einer Zelt-Arena beging die Volkspartei Niederösterreich am Montagabend ihren offiziellen „Anpfiff“ für den Landtagswahlkampf 2008.

Eigenständiger NÖ Weg

„Wir wollen den eigenständigen Weg in Niederösterreich fortsetzen“, betont Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll anlässlich der Aktuellen Situation im Bund. „Das Land braucht Arbeit – nicht Streit“, so Pröll. Daher habe man in Niederösterreich „das Heft selber in die Hand genommen“, verweist der Landeshauptmann auf den eigenständigen Weg bei Pflege, Bildung oder Familie.

Soziale Modellregion

„Ich möchte gerne, dass Niederösterreich eine soziale Modellregion wird, als die Nummer eins in Österreich und ein Vorbild für Europa“, gibt der Landeshauptmann das „große Ziel“ für die kommenden Jahre vor. Jene, die dieses Ziel belächeln würden, sagt Pröll: „Vor Jahren haben wir uns das Ziel gesteckt, eine Top-Region in Europa zu werden“. Heute sei Niederösterreich ausgezeichnet als innovativste von 250 Regionen Europas. „Früher haben die Leute gesagt: Wer seid ihr schon. Heute sagen sie: Wie macht ihr das?“. Das Modell Niederösterreich mache in diesem Fall den Unterschied: „Wir erwirtschaften zunächst etwas und geben es dann für unsere Landsleute aus“, erklärt Pröll, denn die „beste Sozialpolitik ist eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik.“

Herzlose SPÖ

Kritik übt der Landeshauptmann auch an den politischen Mitbewerbern: „Ein großes Herz plakatiert, aber soziale Kälte praktiziert“, ist für Pröll die Politik der SPÖ, die „herzlos in der Pflege, erbarmungslos bei den Renten und ratlos gegenüber der Teuerung“ sei, verweist Pröll auf das Verhalten der SP-NÖ bei Battenfeld und in der Pflegefrage. Es sei daher nicht verwunderlich, dass sich „die SPÖ-Wähler in Scharen abwenden“. „Was sich im Bund abspielt, das spottet jeder Beschreibung“, meinte Pröll in Richtung Kanzler Gusenbauer: „Ein Politiker, der auf die Menschen pfeift, auf den pfeifen die Menschen.“

Keine G’mahte Wiesn

Am Wahltag heiße es „wählen, nicht fehlen“, richtete Pröll einen Appell an die Funktionäre. Der Urnengang sei keine „g’mahte Wiesen“. Er habe sich „bedingungslos“ und „mit sehr viel Freude“ für Niederösterreich eingesetzt und wolle weitere fünf Jahre „der erste Diener“ in diesem Land sein. „Wir befinden uns derzeit in der 85. Minute des Matches und es steht 2:1 für uns. Aber jemand, der in der 85. Minute führt und glaubt, dass er das Match bereits gewonnen hat, der hat in der 90. Minute verloren“, warnt der Landeshauptmann.

[quote ]“Wir wollen den eigenständigen Weg in Niederösterreich fortsetzen.“[/quote]

Auftakt Landtagswahl 2008

In der Asylfrage bekräftigt der Landeshauptmann die klare Linie: „Jeder, der zu uns kommen will und nicht politisch verfolgt wird, sich an den Rand der Gesellschaft stellt und nicht arbeiten will, der hat in diesem Land nichts verloren. Aber jeder, der zu uns kommt, sich eingliedern will und nach unseren Gesetzen lebt, soll eine Chance erhalten.“ Gleichzeitig erteilte Pröll der „Blauen Hatz“ eine klare Absage. Das Beispiel Graz habe gezeigt, dass die Blauen in Wahrheit das „größte Sicherheitsrisiko“ seien und auch jene „die vor der Wahl am lautesten schreien und nach der Wahl gleich wieder weg sind“. In Richtung Grüne vermerkte Pröll, dass Niederösterreich neben Kärnten das einzige Bundesland sei, in dem es gelinge, Straßen auszubauen, Wirtschaftswachstum zu erreichen und gleichzeitig Treibhausgase zu senken.

Justiz soll für Aufklärung sorgen

Thematisiert hat Pröll auch den aktuellen Vorfall im Innenministerium und sprach von einem „durchsichtigen Manöver“. Man versuche „drei Wochen vor der Wahl, einen Skandal zu konstruieren“, so Pröll. Und: „Wer über den Grabstein von Liese Prokop Erfolg holen will, wird Schiffbruch erleiden.“ Es sei zu klären, was es zu klären gebe. Jedoch in erster Linie durch die Gerichte und die unabhängige Justiz. „Wenn dann etwas übrig bleibt ist die politische Verantwortung zu klären“, so Pröll.