Bessere Verbindungen.

Für uns ist klar: Klima- & Umweltschutz dürfen nicht nur leere Phrasen sein – Purkersdorfs Politik muss auch aktiv etwas dafür unternehmen. Gerade für Purkersdorf – eine Gemeinde mitten im Wienerwald – ist die Natur wesentlichster Grund für die hohe Lebensqualität. Wir wollen daher, dass vermehrt auf unsere Umwelt geachtet wird und auch die Gemeinde vorbildlich mit dieser wichtigen Ressource umgeht. Dazu gehört auch, beste öffentliche Verkehrsverbindungen sicherzustellen, damit die Purkersdorferinnen und Purkersdorf die Möglichkeit haben, auf das Auto zu verzichten.

Leopold Zöchinger und Florian Liehr im Interview

Bei der Gemeinderatswahl am 25. Jänner tretet ihr beiden als Team auf. Wieso?

Leopold Zöchinger: Wir haben die vergangenen fünf Jahre gemeinsam im Umwelt- und Verkehrsauschuss gearbeitet und zahlreiche Fehlentwicklungen aufgezeigt. Daher sehen wir uns auch im ÖVP-Team als das Umwelt-Team.

Florian Liehr: Noch dazu ergänzen sich die Themenbereiche perfekt. Gerade in der Förderung des öffentlichen Verkehrs liegt die Zukunft. Einerseits im Sinne umweltfreundlicher Mobilität und andererseits im staufreien Pendeln für Arbeitnehmer.

Die ÖVP war in den vergangenen Jahren das grüne Gewissen der Stadt. Wie kam das?

Liehr: Eigentlich ist der Umweltstadtrat seitens der Grünen besetzt. Die haben aber mitten in der Periode ihren Stadtrat gewechselt. Seitdem ist eigentlich nicht mehr viel weitergegangen. Wir haben daher ganz bewusst das Ruder selbst in die Hand genommen.

Zöchinger: Die wichtigsten Vorhaben der Gemeinde tragen klar unsere Handschrift. Ob es nun das Thema Fernwärme oder umweltgerechtes Bauen ist. Aber auch durch neue Ideen wie das Plastiksackerfreie Purkersdorf setzen wir Initiativen.

Purkersdorf liegt ohnehin mitten im Wald. Braucht es da überhaupt mehr Einsatz für Umweltthemen?

Zöchinger: Unbedingt! Diese Lebensqualität kommt ja nicht von ungefähr. Wir wollen unseren Wald als Naherholungsgebiet erhalten. Darüber hinaus ist leider wenig in der Gemeinde passiert. Dabei wären wir prädestiniert für bspw. eine weitere Fernwärmeanlage. Wir wollen, dass den Ansagen auch Taten folgen. Mit Parteitagsreden und schönen Worten im Gemeinderat werden wir die Klimaziele nicht erreichen können.

Liehr: Jane Fonda hat einmal gesagt ‘Wir gehen mit unserer Umwelt um, als hätten wir eine zweite im Kofferraum’. Wir müssen daher schon heute die Weichen stellen – zum Beispiel bei der Förderung des öffentlichen Verkehrs. Wie kann es sein, dass ganze Stadtgebiete keine öffentliche Verkehrsanbindung haben?

Wie sieht für euch die Zukunft Purkersdorfs im Bereich öffentlicher Verkehr aus?

Zöchinger: Klar ist, wir müssen Unter-Purkersdorf als Entwicklungsgebiet für Park&Ride als auch einen Verkehrsknotenpunkt mit S-Bahn nutzen. Gleichzeitig müssen wir auch den Ausbau von P&R an anderen Bahnstationen forcieren, um den Umstieg auf Öffis zu ermöglichen. Das hilft auch unserer Umwelt.

Liehr: Viele haben derzeit das Problem, dass sie zwar gut mit der Bahn nach Wien kommen, aber Abends lang warten müssen. Das macht leider das Auto attraktiv. Die Gemeinde muss daher auch für entsprechende Abend-Verbindungen sorgen. Hier wollen wir zumindest einen Halbstundentakt von Wien erreichen.

Leopold Zöchinger und Florian Liehr