Familiensinn mit Zukunft.

Familien mit Kindern sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Purkersdorf wird durch Familien und Kinderlachen ungemein bereichert. Daher wollen wir dafür sorgen, dass Familien in unserer Stadt wieder willkommen sind.

Elisabeth Mayer und Albrecht Oppitz im Interview

Muss Purkersdorf familienfreundlicher werden?

Elisabeth Mayer: Purkersdorf hat den enormen Vorteil, mitten im Grünen zu liegen, aber dennoch sehr nahe an der Großstadt. Daher sind viele Menschen nach Purkersdorf gezogen, die heute unsere Stadt bereichern. Leider hat die bisherige Stadtregierung nur den Wohnbau im Auge gehabt – notwendige Infrastrukturlösungen, also zusätzliche Kindergärtenplätze, Erweiterung des Horts, etc wurden nicht gemacht. Da müssen wir anpacken!

Albrecht Oppitz: Da hat Purkersdorf großen Aufholbedarf. Die Herausforderung wird jetzt sein, den Platz für diese Maßnahmen zu finden. Für uns gehört zur Familienfreundlichkeit aber auch, dass Familien in der Gesellschaft willkommen sind. Manchmal können Kinder eben lauter sein – dann darf man sich eben nicht sofort aufregen. Das gehört dazu. Wir wollen auch das Verständnis untereinander fördern.

Kommt daher auch die Forderung nach neuen Kinderspielplätzen?

Mayer: Wenn man sich die Purkersdorfer Kinderspielplätze ansieht, dann merkt man: sie sind klein, großteils armselig ausgestattet oder teilweise schon morsch – wie auf der Kellerwiese. Ein paar Kilometer weiter kann man sich jedoch ein gutes Beispiel nehmen: Wien. Dort werden echte Erlebnisspielplätze für Kinder errichtet. Das wollen wir auch für Purkersdorf!
Oppitz: Kinder sollen Platz haben, um sich auszutoben. Die Wiener setzen da wirklich viel Energie und Planung in ihre Spielplätze. Ich sehe darin auch eine Chance, die Purkersdorfer Spielplätze Generationengerecht zu machen, sodass auch Oma und Opa eine Beschäftigung haben, wenn sie mit den Enkerln auf den Erlebnisspielplatz gehen.

Wie stellt ihr euch die Schaffung von leistbaren Wohnraum für junge Menschen vor?

Mayer: Die Gemeinde kauft immer wieder Grundstücke an. Meistens werden die aber gleich wieder an den nächsten Wohnbauträger weitergereicht, der dann frei finanzierte Wohnungen baut. Wir wollen, dass vertraglich fixiert wird, dass für junge Purkersdorfer Familien leistbarer Wohnraum zur Verfügung steht. Oder aber die Gemeinde nimmt ein solches Projekt gleich selbst in die Hand. Der Quadratmeterpreis in Purkersdorf ist leider mittlerweile sehr hoch. Und gerade wenn man jung ist und Kinder hat, fehlt das Geld.

Oppitz: Wir wollen auch Startwohnungen für junge Menschen umsetzen – etwa im Bereich von 40m², die dann auch wirklich günstig sind und einen Maximalmietzeitraum von 15 Jahren haben. Damit wollen wir erreichen, dass man seine eigene Wohnung hat, die aber auch wieder frei wird für die nächste Generation. Das würde auch die Abwanderung von Jugendlichen nach Wien stoppen.

Elisabeth Mayer und Albrecht Oppitz