Liehr: „Keine ÖBB-Einsparungen am Rücken der Pendler!“

Einsparungen zu Lasten der Pendler? | Foto: ÖBB, CI & M / Harald Eisenberger

„Momentan sieht es danach aus, dass die Veränderungen des ÖBB-Fahrplans, der ab 14. Dezember 2009 gelten soll, ein Anschlag auf die vielen Pendlerinnen und Pendler ist. Auch Purkersdorf wäre von diesen Änderungen stark betroffen“, warnt VP-Obfrau-Stellvertreter und Sprecher der Initiative Besser-Untwegs im Wienerwald Florian Liehr.

Grundsätzlich verstehe er, wenn die ÖBB Einsparungen vornehmen müssen, jedoch „dürfen Einsparungen niemals auf dem Rücken der zahlenden, hart arbeitenden Bevölkerung ausgetragen werden. Immerhin subventionieren die Steuerzahler die ÖBB durch Milliardenzahlungen aus dem Budget – zusätzlich zu den ohnehin überteuerten Fahrkarten“, so Liehr.

 Massive Verschlechterungen beim Fahrplan

Nach ersten Berichten könnten mehr als 27 Züge auf der Westbahn betroffen sein, die einfach gestrichen werden. Als Ausgleich sollen ein paar Regionalzüge zusätzlich halten, deren Fahrtzeit sich dadurch wiederum erhöhen würde.

 

„Die Pendlerinnen und Pendler als treueste Kunden der ÖBB für Einsparungen heranzuziehen und gleichzeitig abzustrafen – das kann es nicht sein! Ich habe daher auch gleich mit der Landesregierung Kontakt aufgenommen, die diese Vorgehensweise der ÖBB ebenfalls nicht untersützt“, gibt sich Liehr kämpferisch.

 ÖBB soll zuerst in der Verwaltungsparen

Bereits jetzt investiert Niederösterreich fast 60 Millionen Euro jährlich in den Öffentlichen Verkehr und stützt damit wichtige Zugverbindungen oder beispielsweise den Nachtautobus. „Das Land NÖ wird mit den ÖBB verhandeln und Maßnahmen einfordern. Klar ist jedenfalls: die ÖBB soll zuerst in der Verwaltung an ihrer überbordenden Bürokratie sparen und nicht immer gleich die Kunden doppelt zur Kasse zerren“, betont Liehr abschließend.