Plastiksackerl sollen bald der Vergangenheit angehören

“Für uns soll Purkersdorf eine lebenswerte Stadt sein, in der Umwelt- und Klimaschutz nicht nur politische Phrasen sind, sondern gelebt werden. Wir liegen direkt im Biosphärenpark Wienerwald – es ist daher an Zeit, dass wir anpacken und auch als Stadt einen Beitrag leisten. Ein konkretes Ziel soll daher sein, Plastiksackerl aus Purkersdorf zu verbannen”, erklären ÖVP-Teamchefin Elisabeth Mayer, Umweltgemeinderat Leopold Zöchinger und GR Florian Liehr.

Als ersten Schritt will das ÖVP-Team daher erreichen, dass künftig beim Bauernmarkt keine Sackerln aus Plastik verwendet werden. “Gerade unser Purkersdorfer Bauermarkt ist der Inbegriff für Bio, für Umwelt und den ökologischen Fußabdruck. Die Produkte, die am Bauernmarkt verkauft werden, haben kurze Transportwege und verursachen dadurch kaum CO2 Ausstoß. Da ist es nur logisch, wenn am Bauernmarkt umweltfreundliche Verpackungsmethoden verwendet werden”, erklärt Liehr den Hintergrund der ÖVP-Initiative.

Leopold Zöchinger, Florian Liehr und Elisabeth Mayer verteilen umweltfreundliche Sackerl aus Maisstärke am Purkersdorfer Bauernmarkt

Leopold Zöchinger, Florian Liehr und Elisabeth Mayer verteilen umweltfreundliche Sackerl aus Maisstärke am Purkersdorfer Bauernmarkt

Gerade aber bei schlechtem Wetter ist Papier ebenfalls keine Alternative. Die ÖVP Purkersdorf hat daher im Rahmen ihrer Aktion Eigeninitiative ergriffen und an die Standbetreiber kostenlos Sackerl aus Maisstärke verteilt. Diese sind so reißfest wie normales Plastik, allerdings biologisch abbaubar und halten Gemüse frisch.

“Hauptproblem ist, dass Maisstärkesackerl ein wenig teurer als Plastik sind. Dass ein Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen zum Plastiksackerl allerdings sinnvoll ist, steht wohl außer Streit. Wir schlagen daher vor, dass sich hier die Gemeinde einschaltet und die Nutzung von umweltfreundlicher Verpackung fördert. Konkret schlagen wir vor, dass all jene Standbetreiber, die keine Plastiksackerln mehr verwenden, als Ausgleich weniger Standplatzmiete bezahlen müssen. Aus unseren Gesprächen mit den Standbetreibern wissen wir, dass diese eine solche Vorgangsweise goutieren würden”, stellt Zöchinger fest, der einen entsprechenden Antrag in den Gemeinderat einbringen will.