ÖVP-Liehr: „Schlosspark soll endlich finalisiert werden!“

Konzeptzeichnung vom neuen Schlosspark bei der Präsentation des Verschönerungsvereins

„Eigentlich unglaublich, was sich hier abspielt“, so Volkspartei Purkersdorf Obfrau-Stellvertreter Florian Liehr. „Purkersdorfer Bürger arbeiten ehrenamtlich in ihrer Freizeit ein großartiges Projekt zur Revitalisierung einer dunklen Ecke im Herzen Purkersdorfs aus und die SPÖ-Stadtregierung zerpflückt und torpediert dieses Projekt gemeinsam mit Anhängsel-Gemeinderat Cambruzzi“, ärgert sich Liehr.

Bürgermeister-Brief eine Farce

Auch der offene Brief des SP-Bürgermeisters sei eine Farce und würde den Tatsachen keinesfalls entsprechen. „Der Brief des Bürgermeisters verursacht beim Leser Augenschmerzen. Er möchte Brücken schlagen? In Wahrheit zerschlägt er jeden Versuch der direkten Bürgerbeteiligung. Der Bürgermeister hat sich bisher einfach nicht um den Schlosspark gekümmert. Schon allein die Ausrede der „starken Opposition“ gegen das Projekt kann wohl nur ironisch gemeint sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie ein PUL-Gemeinderat die 2/3-Mehrheitsregierende SPÖ aufhalten soll. Schließlich überrollt die SPÖ auch bei Gebührenerhöhungen die Opposition“, betont Liehr.

Das Projekt Schlosspark wurde vom Stadtverschönerungsverein ausgearbeitet und sollte dem Schlosspark ein bürgerfreundliches Ambiente geben. Durch Bänke, ansprechende Begrünung und ein Potest für Veranstaltungen, wäre der Schlosspark wunderbar zum „Seele baumeln lassen“ geeignet. Dazu Gemeinderat Albrecht Oppitz, der sich ebenfalls im Verschönerungsverein engagiert: „Bedauerlicherweise ist das Projekt durch einige Politiker im Gemeinderat sukzessive reduziert worden. Nun besteht die Gefahr, dass vom ursprünglichen Projekt nichts mehr übrig bleibt. Ich denke, es ist nicht richtig einerseits beim Stadterneuerungsprozess mitwirken zu wollen und andererseits kein Geld dafür in die Hand zu nehmen“.

 Überlegen, ob Purkersdorf am Erneuerungsprozess interessiert ist

Liehr: „Vielleicht sollte die SPÖ-geführte Stadtregierung einmal in-sich-gehen und überlegen, ob sie überhaupt noch am Stadterneuerungsprozess teilnehmen möchte. Es sieht ganz danach aus, als ob das einzige Interesse der SP-Purkersdorf in Wohnbauten und Einwohnerzahlen besteht – jedenfalls nicht an einer hübschen Gemeinde. Da braucht man sich nur mal die Bepflasterung am Hauptplatz genauer ansehen.“

Der haarstreubenden finanziellen Argumentation kann Liehr jedenfalls nichts abgewinnen: „In der vergangenen NÖN-Ausgabe wurde mit den hohen Kosten argumentiert. Ja, Purkersdorf ist verschuldet. Sparen ist angesagt, das ist klar! Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass wir uns gegenwärtig in einer Wirtschaftskrise befinden. Gezielte öffentliche Investitionen in die Purkersdorfer Wirtschaft helfen unseren Gewerbetreibenden und bringen der Stadt wiederrum Mehreinahmen. Kleines Detail am Rande: drei Seiten weiter – in der gleichen NÖN Ausgabe – wird DJ Ötzi in Purkersdorf angekündigt. Geholt mit dem Steuergeld der Purkersdorferinnen und Purkersdorfer“.

 Volkspartei Purkersdorf fordert mehr Bürgerbeteiligung

Gute Projekte sollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt werden – und das von Anfang an. Stadtrat Hans-Jürgen Gaugl möchte die Bevölkerung stark eingebunden sehen: „Weder die SPÖ noch der Bürgermeisters besitzen Purkersdorf. Purkersdorf gehört allen Einwohnern! Ich wünsche mir eine starke Bürgerbeteiligung, ohne dass die SPÖ-Stadtregierung diese Beteiligung im Keim wieder abwürgt – so wie beim Schlosspark geschehen. Scheinheilige Briefe an die Presse ändern auch nichts am Bürgerfeindlichen Verhalten der SP. Damit muss endlich Schluss sein! Wir fordern eine echte Bürgerbeteiligung.“