SPÖ blockiert Preisnachlass für Familien beim Hort- und Kindergartenessen

In Purkersdorf muss jede Familie mit Kindergartenkindern bis zu 100 Euro bis Ende des Jahres mehr als nötig bezahlen. Durch die kürzliche erfolgte Neuausschreibung beim Hort- und Kindergartenessen konnten die Einkaufspreise gesenkt werden. Familienstadträtin Elisabeth Mayer (ÖVP) will diese Kostenersparnis an die Eltern weitergeben, was die SPÖ im Gemeinderat abgelehnt hat. Jetzt gehen die Eltern auf die Barrikaden.

Seit Anfang August 2013 sind für die Purkersdorfer Kindergärten die Firma Kulinarik – Gourmet und für die Schülerhorte die Firma Star Catering mit der Herstellung und Anlieferung der Mittagessen betraut.

Laut der Ausschreibung erhalten die Lieferanten folgende Beiträge pro Mahlzeit:

  • Schülerhorte: durchschnittlich € 3,40 pro Mahlzeit (inkl. MwSt.)
  • Landeskindergärten: durchschnittlich € 2,82 pro Mahlzeit (inkl. MwSt.)

Der Elternbeitrag beträgt in beiden Fällen derzeit jedoch € 4,18 pro Mahlzeit, da er auf den Preisen des vorherigen, teureren Caterers basiert. Die durch die Ausschreibung erfolgte Kostenersparnis könnte also – unter Einrechnung diverser Adaptierungsarbeiten in den Kindergartenküchen, der Ausschreibungskosten, etc – sofort an die Eltern weitergegeben werden.

“Es geht um eine faire, transparente und nachvollziehbare Abrechnung der erbrachten Leistung für die Eltern, da die Kinder in den NÖ Landeskindergärten ihrem Alter entsprechend kleinere Portionen erhalten. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Eltern von dem erzielten Preisvorteil ausgeschlossen werden sollten. Im Sinne der Fairness und um zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu vermeiden ist dringender Handlungsbedarf gegeben”, so Mayer.

Die ÖVP stellte im vergangenen Gemeinderat den Antrag:

“Der Gemeinderat legt den Elternbeitrag für das Mittagessen in den NÖ Landeskindergärten I, II + III ab 1. Sept. 2013 mit Euro 3,60 (inkl. 10% MwSt.) pro Mahlzeit fest.”

Dieser Antrag wurde durch die SPÖ abgelehnt. “Anscheinend will die SPÖ die Kostenersparnis nicht an die Eltern weitergeben und ist nicht an einer fairen Abrechnung interessiert. Ich verstehe all die vielen Eltern, die angesichts dieser Ungerechtigkeit auf die Barrikaden steigen. Wir fordern eine sofortige Preisreduktion und die Rückverrechnung der zu viel bezahlten Beiträge”, so Mayer abschließend.