SPÖ stellt Klimaschutzbündnis in Frage – Bekenntnis zum Klimaschutz im Gemeinderat abgelehnt!

Purkersdorf nur am Papier Klimabündnisgemeinde!

In der Gemeinderatssitzung vom 11. März 2008 brachte Umweltgemeinderat Leopold Zöchinger (ÖVP) einen Dringlichkeitsantrag zum Thema Klimaschutz ein. Dieser beinhaltete die Forderung, dass bei allen Neubauten durch die Gemeinde bzw. die WIPUR nur noch CO2-neutrale Brennstoffe und Heizungssysteme verwendet werden dürfen. Für bereits bestehende Gebäude sollte bei einer allfälligen Sanierung eine Umrüstung auf alternative Energie, sofern sinnvoll und technisch möglich, erfolgen.

Die ÖVP Purkersdorf begründet diesen Antrag damit, dass die Gemeinde eine Vorbildfunktion hat und deshalb mit gutem Beispiel vorangehen sollte. Aktueller Anlass sei die Heizung im geplanten Kindergarten I in der Wintergasse. „Unglaublicherweise wurde im Siegerprojekt vom Architekten eine Gasheizung präsentiert“, so Zöchinger.

 

ÖVP-Obfrau Elisabeth Mayer sieht in dieser Maßnahme ebenfalls keinen Sinn: „Wir sehen die Nutzung von Gas bei neuen Anlagen als rückschrittlich an und lehnen den Einsatz dieser Energieträger ab“. Dieser sinnvolle Antrag wurde durch die SPÖ abgeschmettert und in den Bau- und Umweltausschuss zu weiteren Begutachtung abgeschoben.

 

Purkersdorf ist Mitglied des Klimabündnisses:

Purkersdorf hat sich durch seinen Beitritt zum Klimabündnis (1991) auch zu den damit verbundenen Zielen bekannt hat:

  • Verminderung der CO2 Emissionen um 50% bis zum Jahre 2030 (Alles zu unternehmen, um jede Produktion und jeden Gebrauch von FCKW-Treibgasen sofort zu stoppen.)
  • Die Bündnispartner im Amazonasgebiet bei der aktiven Regenwalderhaltung zu unterstützen

Der Treibhauseffekt ist Hauptursache für die bereits merkbare Klimaveränderung. Hauptverantwortlich dafür sind zwei Faktoren:

  • Die Verbrennung enormer Mengen fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung und für den motorisierten Verkehr
  • Die fortschreitende Zerstörung der tropischen Regenwälder

 

„Es ist mir unverständlich, wie man als Klimabündnisgemeinde ein so wichtiges Bekenntnis ablehnen kann“, zeigt sich Umweltgemeinderat Leopold Zöchinger (ÖVP) empört über das Verhalten der SP-Fraktion.

VP-Purkersdorf fordert die Nutzung ‚Erneuerbarer Energien‘ bei geplantem Kindergarten Wintergasse!

Architektenbüro stellte Projekt des geplanten 6-gruppigen Kindergarten mit Einsatz fossiler Brennstoffe vor. Das für den Kindergartenbau im Wettbewerb als siegreich hervorgegangene, renommierte und international tätige Architektenbüro „Hermann & Valentiny und Partner“ stellte gemeinsam mit der Bauträgerin WIPUR am 19. Februar dem Gemeinderat das Projekt anhand eines Modells vor. Der geplante Bau scheint gut durchdacht, nützt die Niveauunterschiede optimal aus und sieht Platz für insgesamt 6 Kindergartengruppen sowie ausreichend Freifläche vor.  Die Baukosten sollen nach ersten Schätzungen rund 2,3 Mio. € betragen. Die Einrichtung wird derzeit mit € 180.000 veranschlagt.

„Der Wermutstropfen liegt in der Tatsache, dass für die Heizung und Warmwasseraufbereitung  der Einsatz von Erdgas – also die Nutzung fossiler Brennstoffe  – vorgesehen ist“, so ÖVP-Obfrau Elisabeth Mayer. Dies sei umso überraschender, da unsere Gemeinde Mitglied des Klimabündnisses sei und hier Vorbildwirkung haben sollte. Dazu Mayer: „Die VP-Purkersdorf sieht die Nutzung von Gas oder Öl bei neuen Anlagen als rückschrittlich an und lehnt einen derartigen Einsatz in der heutigen Zeit rundweg ab!“

VP-Purkersdorf fordert rasches  Umdenken – hin zur Nutzung ‚Erneuerbarer Energien‘

Zukunftsweisend wären entweder der Einsatz einer Pelletsheizung, von Biomasse oder auch die Nutzbarmachung von Erdwärme. Zusätzlich könnte man als ideale Ergänzung den Einsatz von Solarenergie – z.B. zur Warmwasseraufbereitung – vorsehen und damit den Kindergartenbau Wintergasse über die Grenzen Purkersdorfs hinweg als nachahmungswertes Vorzeigeprojekt präsentieren.

Kostenfrage spricht eindeutig zugunsten ‚Erneuerbarer Energien‘

Werden die Anschaffungskosten bei der Nutzung von ‚Erneuerbaren Energien‘ gegenüber fossilen Brennstoffen als höher angesehen, sind die laufenden Betriebskosten durchwegs deutlich niedriger – also eine Entlastung für das Budget der Stadtgemeinde als künftige Mieterin des Kindergartens. Darüber hinaus sieht das neue Kindergartengesetz eine großzügige Förderung des Landes für den Bau vor.

Vorteile bei Nutzung alternativer Energien überzeugen

„Die Nutzung alternativer Energien schafft zusätzliche Arbeitsplätze sowohl in der Region als auch vor Ort, schützt das Klima, löst Energieprobleme, ist auch viel billiger und sehr innovativ“, so Mayer abschließend.

Brief an die Geschäftsführung der WIPUR zwecks Einhaltung allgemein anerkannter Umweltstandards

In einem Schreiben an die WIPUR wurde die Geschäftsführung ersucht, diese allgemein anerkannten Umweltstandards auch für den geplanten Kindergarten in der Wintergasse vorzusehen.

Denn Investitionen für die Umwelt lohnen sich!!